Komplexität im Engineering? Produktentwicklung neu denken!
Klassische Entwicklungsmethoden stoßen an strukturelle Grenzen, wenn viele Stakeholder aus unterschiedlichen Fachdisziplinen beteiligt werden oder Systemfunktionen vielfältiger und Anforderungen dynamischer werden. Die Symptome sind bekannt: späte Fehlerentdeckungen, aufwendige Iterationsschleifen, inkonsistente Artefakte, intransparente Entscheidungen und Wissen, das in Einzelpersonen oder organisatorischen Silos verbleibt.
Die eigentliche Frage ist daher nicht, ob Komplexität beherrschbar ist, sondern wie. Die Antwort liegt in einem grundlegend anderen Ansatz: Modellbasiertes Systems Engineering (MBSE). Bei MBSE dient ein zentrales Modell als gemeinsame Informationsquelle und sorgt für Nachvollziehbarkeit, Konsistenz und Effizienz über den gesamten Entwicklungsprozess.
Doch MBSE ist keine ausschließliche Tool-Frage. In der Praxis entscheidet nicht das Modell allein über den Erfolg, sondern die Menschen dahinter: Wie wird ein gemeinsames Verständnis erzeugt? Wie werden Verantwortlichkeiten geklärt? Wie gelingt die Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen? Genau dieses praktische Wissen wird in der Grundlagenschulung »Enabling MBSE« vermittelt.
Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik