Aufprallprüflabor

Wissenschaftlich fundierte Aufpralltest in Anlehnung an DIN- und ISO-Normen – individuell für Ihre Schutzeinrichtungen

Sicherheit messbar machen

Moderne Werkzeugmaschinen arbeiten mit hohen Geschwindigkeiten – das erhöht die Anforderungen an Schutzeinrichtungen. Reichen Ihre Schutzverglasungen im Falle eines Werkzeugbruchs aus? Gemeinsam mit Ihnen erforschen wir, was passiert, wenn Werkzeugfragmente oder Werkstücke aus dem Maschinenraum geschleudert werden. Mit unseren Aufprallprüfungen erhalten Sie außerdem belastbare Nachweise über die Rückhaltefähigkeit Ihrer Komponenten.

© Fraunhofer IPK / Larissa Klassen
Diese Scheibe hat im Experiment standgehalten.

Was ist eine Aufprallprüfung?

 

Eine Aufprallprüfung stellt Extremsituationen wie Werkzeugbrüche nach und bewertet die Widerstandsfähigkeit von Schutzverglasungen und Schutzeinrichtungen gegenüber plötzlichen, hohen Belastungen. Dafür wird ein Projektil pneumatisch beschleunigt und mit kontrollierter Geschwindigkeit (Lasermessung) auf das Prüfobjekt abgefeuert. Die Materialreaktion wird durch einen Versuchsbericht und Hochgeschwindigkeitsaufnahmen dokumentiert, um die Sicherheit im Maschinenumfeld zu überprüfen.

 

© Fraunhofer IPK / Larissa Klassen
Die Kanone des Aufprallprüflabors kann Projektile mit einem Durchmesser von bis zu 300 mm schießen.

Unsere Ausstattung für Aufprallprüftests

© Fraunhofer IPK / Larissa Klassen
© Fraunhofer IPK / Larissa Klassen
Normprojektile werden genutzt, um experimentell zu erforschen, was passiert, wenn Werkstücke oder Fragmente aus dem Maschinenraum geschleudert werden.
© Fraunhofer IPK / Larissa Klassen

Herzstück des Aufprallprüflabors ist eine Prüfkanone, die aus einem Druckluftbehälter und einem angeflanschtem Lauf besteht. Diese wird mittels eines Druckluftventils ausgelöst und kann Projektile mit einem Durchmesser von bis zu 300 mm beschleunigen. 

Die Projektilgeschwindigkeit wird über eine Laserlichtschranke aufgenommen, zwei Hochgeschwindigkeitskameras filmen den Moment des Aufpralls. So können anschließend die verursachten Schäden visuell beurteilt und fotografisch dokumentiert werden.

Getestet werden können vollständige Maschinentüren und -fronten sowie komplette Verkleidungen. Normproben messen oft 450x450 mm, jedoch können auch Maschinentüren mit mehreren Metern Durchmesser getestet werden. 

 

Unser Angebot

Im Rahmen von bilateralen Forschungsprojekten bieten wir folgende Leistungen an: 

  • flexible Versuche, auch für große oder spezielle Bauteile,
  • Versuche bei Temperaturen bis -25 °C,
  • eigene Projektilhalterherstellung, passgenau für Ihre Anforderungen dank Additiver Fertigung,
  • aussagekräftige Dokumentation, inklusive Hochgeschwindigkeitsaufnahmen,
  • wissenschaftliche Betreuung von der Planung bis zur Durchführung.

 

Tests in Anlehnung an DIN- und ISO-Normen

In gemeinsamen Forschungsprojekten testen wir trennende Schutzeinrichtungen für verschiedene Anwendungen.

Einsatzbereiche:

  • Werkzeugmaschinen
  • Frontscheiben für Schienenfahrzeuge
  • Forstmaschinen

Tests in Anlehnung an folgende Normen:

  • DIN EN 15152
  • DIN EN ISO 11850
  • DIN EN ISO 14120
  • DIN EN ISO 16089
  • DIN EN ISO 16090-1
  • DIN EN ISO 19085-1
  • DIN EN ISO 23125



Finden Sie das passende Kooperationsmodell für Ihr Unternehmen

 

Industrienahe Lösungen durch Kooperation

Vom geförderten Forschungsprojekt bis zur direkten Beauftragung: Das Fraunhofer IPK bietet Unternehmen flexible Wege in die Innovation.

Aufpralltest planen

Wir unterstützen Sie bei der Auswahl geeigneter Prüfverfahren, der wissenschaftlichen Versuchsplanung und der fachlichen Bewertung Ihrer Schutzeinrichtungen.