RES-GAME – Konfigurierbare Serious Games zum Training von persönlicher, organisationaler und Prozessresilienz

Erleben statt riskieren – das Spiel als sichere Brücke zwischen Idee und Realität

Resilienz ist kein Zufall, sondern trainierbar. Unser Konsortium aus Wissenschaft und Wirtschaft nutzt die immersive Kraft von Serious Games, um Mitarbeitende und Unternehmen auf Disruptionen vorzubereiten und Prozesse krisenfest zu gestalten.

Heutzutage ist nicht die Frage, ob ein Stressor auftritt, sondern wann. Stressoren sind innere und äußere Reize, die Auswirkungen auf produzierende Unternehmen haben. In diesem Zuge ist die Entwicklung von Resilienz in Unternehmen zu einer Geschäftsnotwendigkeit geworden. Ziel des RES-GAME Konsortiums ist es daher, eine Trainings- und Entwicklungsumgebung für produzierende Unternehmen zu schaffen, mit der Unternehmen Resilienz trainieren und testen können.

Die Methode: Serious Games

Wir nutzen physische Serious Games als Werkzeug, um Resilienz zu trainieren und zu testen. Serious Games verfolgen primär einen ernsthaften Zweck (z. B. Training oder Bildung), der über dem reinen Spielvergnügen steht. Dennoch stellt Spaß dabei einen essenziellen Motivationsfaktor dar. Serious Games zeichnen sich aus durch:

  • Motivation statt Pflicht: Der Spaßfaktor erhöht die Lernbereitschaft der Mitarbeitenden massiv.
  • Risikofreies Testen: Szenarien werden simuliert, ohne den laufenden Betrieb zu gefährden.
  • Maßgeschneidert: Unser neu entwickelter Konfigurator passt das Spiel teilautomatisiert an spezifische Unternehmensszenarien an.

 

Der ganzheitliche Resilienzansatz

In der modernen Fertigung reicht technische Redundanz allein nicht mehr aus. Deswegen betrachten wir Resilienz nicht isoliert, sondern ganzheitlich und synchronisieren die entscheidenden Ebenen:

  • Mitarbeitende (individuelle Kompetenz)
  • Team (Zusammenhalt und Kommunikation)
  • Organisation (Struktur)
  • Prozesse (Robustheit und gleichzeitige Flexibilität)

 

Die Use Cases

Im Projekt werden einerseits konkrete Disruptionen und andererseits disruptive Kontexte betrachtet. Diese sind nicht per se eine Disruption – aus ihnen können jedoch Disruptionen entstehen. Gleichzeitig können sie jedoch auch die Resilienz in Unternehmen steigern. In RES-GAME werden folgende Use Cases betrachtet:

  • Lieferantenausfall
  • Ausfall von Mitarbeitenden durch Dauerbelastung
  • Geschäftsmodellwechsel
  • Digitale Transformation

Leistungen des Fraunhofer IPK

Das Fraunhofer IPK hat das Projekt initiiert und leitet das Projekt. Dabei bildet die Lernfabrik 5.0 die Basis für die Entwicklungen innerhalb des Projekts. Das Fraunhofer IPK bringt fachliche Expertise in der Entwicklung von Lernfabriken und Serious Games sowie im Bereich der Resilienz und Robustheit von Prozessen mit ein.