Stadtquartier 4.1

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Entwicklung und praktische Umsetzung flexibler Quartiers-Hubs in der Metropolregion Berlin-Brandenburg

Wie kann eine zukunftsfähige, umweltverträgliche und möglichst nachhaltige Logistik in Stadtquartieren der Zukunft aussehen? Mit dieser Frage beschäftigen sich Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft im  Projekt »Stadtquartier 4.1« und erproben dafür ein integriertes Logistikkonzept, das Bedürfnisse der Anlieger in Berliner Stadtbezirken erfüllt, ohne zusätzlichen Verkehr zu generieren. Ziel ist die nachhaltige Entlastung von Stadtquartieren etwa durch den Einsatz von Lastenrädern für Logistikprozesse sowie die Entwicklung einer quartiersbezogenen Logistikinfrastrukturlösung mit bedarfsgerechten, multifunktionalen Be- und Entladezonen.

Kernelement der neuen Infrastruktur für die quartiersbezogene Logistik ist das sogenannte »flexible Quartiers-Hub« (kurz: »Flex Q-Hub«). Damit soll eine umwelt- freundliche Abwicklung von Lieferverkehren im urbanen Raum realisiert werden. Die technologische Grundlage für das Flex Q-Hub ist die BentoBox des Fraunhofer IPK. Die dienstleisterunabhängige Austauschplattform kombiniert die Potenziale einer anbieteroffenen Paketstation mit den Möglichkeiten eines Zwischenlagers für Paketdienstleister und einem Sharing-Konzept für die quartiersinterne Nutzung von Werkzeugen oder den Austausch von lokal erzeugten Produkten. Auf der Mierendorff-Insel im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf wird ein erster Prototyp des neuen modularen Flex Q-Hub-Systems mit zentralem Steuer- und Bedienterminal als zentrale Umschlagstelle für Paket- und Logistikdienstleister aufgebaut und praktisch erprobt.

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Der „flexible Quartiers-Hub“ (Flex Q-Hub) stellt den zentralen Projektbaustein im Projekt Stadtquartier 4.1 dar und dient als Ausgangspunkt für die quartiersbezogene Logistik, die eine umweltfreundliche und stadtverträgliche Abwicklung von Lieferverkehren im urbanen Raum zum Ziel hat. Um diesen im urbanen Raum besser zu integrieren, wurde er von dem Berliner Architekten und Designer Klemens Sitzmann gestaltet.

Die Fraunhofer-Forschenden untersuchen anschließend, inwiefern sich die Bereitstellung einer multifunktionalen Be- und Entladezone auf den lokalen Verkehrsfluss auswirkt. Zur Steigerung der Akzeptanz und Reduzierung des lokalen Flächenbedarfs wird eine Mehrfachnutzung der genannten Zone im Tagesverlauf angestrebt. Die ausgewählten Flächen sollen beispielsweise als Be- und Entladezone für Lieferverkehre (tagsüber), Kurzzeitparkplatz in Verbindung mit Abhol-/Retourprozessen (abends) sowie Ladestation für e-Fahrzeuge (nachts) dienen. Damit sollen knappe Flächen möglichst effizient genutzt und unterschiedlichen Nutzungsansprüchen in verdichteten innerstädtischen Räumen Rechnung getragen werden.

Ausgehend vom Flex Q-Hub sollen e-Lastenräder des Projekts »Stadtquartier 4.1« möglichst große Teile des Warenwirtschaftsverkehrs rund um den Mierendorffplatz übernehmen. Für e-Lastenräder, die im Projekt Stadtquartier 4.1 angeschafft und an Interessierte vermietet werden, lassen sich zudem Wechselakkus in dem Flex Q-Hub deponieren und unabhängig von Geschäftsöffnungszeiten austauschen.

Förderhinweis

Das Projekt »Stadtquartier 4.1« wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung auf Grundlage der Fördermaßnahme »Anschlussvorhaben nachhaltige Transformation urbaner Räume« gefördert.