Nachhaltigkeit mithilfe von Digital Twins

Nachhaltigkeit fängt mit der ersten Idee an

Produktentwickelnde tragen die Verantwortung, ihre Produkte möglichst optimal zu gestalten. Dazu zählen nicht nur die funktionale, sondern auch die ressourceneffiziente, emissionsarme und sozial verantwortungsbewusste Auslegung. Dabei gilt es, alle Produktlebenszyklusphasen vorzudenken – eine klassische Aufgabe des Product Lifecycle Managements. Um Aussagen über die tatsächliche Nachhaltigkeit eines Produktes oder Systems treffen zu können, müssen viele Informationen entlang des Produktlebens – von der Materialbeschaffung bis zum Lebensende – gesammelt und bewertet werden. Hierzu gibt es verschiedene Ansätze aus dem Bereich der Nachhaltigkeitsbewertung, wie die Ökobilanzierung oder das Life Cycle Sustainability Assessment. Diverse Ansätze, wie Ecodesign-Richtlinien, unterstützen Ingenieure und Ingenieurinnen schon heute dabei, ihre Produkte nachhaltiger zu gestalten.

Digitale Zwillinge als Enabler für Nachhaltigkeitsbewertung

Digitaler Zwilling im Sustainabiltiy Dashboard
© Fraunhofer IPK

Im Rahmen der Nachhaltigkeitsbewertung ist als Konzept insbesondere der Digitale Zwilling interessant, da er ermöglicht, produktspezifische Daten zu sammeln, entlang des Lebenszyklus zu verknüpfen und Auswertungen sowie Optimierungen umzusetzen. Dabei können sowohl live Auswertungen genutzt werden, um in das Produktleben einzugreifen, als auch Rückschlüsse auf die Produktentwicklung getroffen werden – das so genannte Feedback to Design.

Erste Studienergebnisse zeigen ein großes Potenzial für ökologische Nachhaltigkeitsbewertungen mithilfe von digitalen Zwillingen. Bei vielen Unternehmen (52 Prozent) ist die Abbildung und Optimierung des Produkt- oder Produktionsanlagen-individuellen Energieverbrauchs bereits heute ein relevantes und adressiertes Thema. 42 Prozent der Unternehmen sehen in Zukunft auch weitere ökologische Indikatoren als durch den digitalen Zwilling abbildbar und optimierbar durch bessere und frühere Prognosen.

Ausgewählte Referenzen und weiterführende Informationen

Weiterbildung

Mastering Digital Twins

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Referenz

BioFusion 4.0

Im Projekt BioFusion 4.0 ergründen die Forschenden die Abhängigkeiten zwischen den Prinzipien der biologischen Transformation und deren Wechselwirkungen mit Produktion, Dienstleistung und Arbeit. 

Studie

Weiterentwicklung von Industrie 4.0 durch Integration biologischer Prinzipien

FUTUR Artikel

Was die Industrie von der Natur lernen kann

Wie im Projekt »BioFusion 4.0« Umweltwirkungen operationalisiert und gemessen werden, ist Thema dieser Gesprächsrunde.

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Je früher, desto besser

Der wichtigste Hebel für Emissionseinsparungen ist ganz zu Anfang.

Referenz

Digma-DT – Digitale Zwillinge für Nachhaltigkeit in der Automobilindustrie

FUTUR Artikel

Vorsprung durch Energieeffizienz

Wer Energieeffizienz in der Produktion schon bei der Produktentwicklung mitdenkt, sichert sich einen Vorsprung.

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Industrienahe Lösungen durch Kooperation

Vom geförderten Forschungsprojekt bis zur direkten Beauftragung: Das Fraunhofer IPK bietet Unternehmen flexible Wege in die Innovation.

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