Die Informationsfabrik - Digitalisierung durchgängig gestalten

Der Missing Link zwischen Industrial Cloud und dem tatsächlich datenorientierten wertschöpfendem Betrieb

In Anlehnung an den klassischen Fabrikbegriff erforscht und entwickelt das Fraunhofer IPK die Informationsfabrik – eine digitale Werkbank, deren Erzeugnis der Produktionsfaktor Information ist. Die Informationsfabrik setzt als Plattform ein gesamtheitliches IT-Konzept für die Unterstützung der Entwicklung, Produktion und Nutzung von

cyberphysikalischen Produkten und Produktionsanlagen im Kontext der intelligenten und selbstorganisierenden Produktion um. Unter Nutzung von intelligenten Algorithmen stellt sie Funktionen zur Verfügung, mit denen Produktentwicklungs-, Produktions- sowie Nutzungszustände visualisiert, analysiert und optimiert werden können. Damit stellt die Informationsfabrik eine Datenverarbeitungsarchitektur bereit, die einerseits die relevanten Datenquellen vernetzt und es internen und externen Wissensträgern ermöglicht, kooperativ Entscheidungen zu fällen. Andererseits ist die Informationsfabrik Ausgangspunkt für die nächste Evolutionsstufe der Produktentwicklung – das informationsgetriebene Engineering. Denn hier fließen alle risiko-, markt- und ressourcenbezogenen Informationen aus dem gesamten Lebenszyklus zusammen, die es Ingenieuren ermöglichen, optimale Produkte zu entwickeln. Die Informationsfabrik steigert somit die Effektivität und Effizienz der Produktentwicklung.

Definition der Informationsfabrik

Die Informationsfabrik beschreibt den vertikalen und horizontalen Verbund der Gesamtheit aller notwendigen Informationssystemschichten (PLM, ERP, SCM, IoT et cetera) und fachlichen Kompetenzen für die Betreiberplattformen der Zukunft. Entlang der Produktlebenszyklen dient die Informationsfabrik als integrierte Betriebsumgebung für die informationsgetriebene Entwicklung, Produktion und den Betrieb von Produkten, Produktionsanlagen und Dienstleistungen.

  • Die Informationsfabrik führt zu diesem Zweck existierende Daten (un-/strukturierte Daten) und Intelligenzen (Steuerungs- und Verhaltenslogiken) technischer Systeme (mechatronisch, cybertronisch) mittels Smart Data Ansätzen zu höherwertigen, wertschöpfenden Informationen zusammen.
  • Die Verarbeitung der (smarten) Daten zu Informationen und weiterführenden Entscheidungen (Intelligenzen) erfolgt in der Informationsfabrik sowohl zentral (zum Beispiel mit Hilfe Cloud basierten Back-End Server Architektur) als auch dezentral an Orten der lokalen Informationsverarbeitung (Fog und Edge Computing).
  • Innerhalb der vollvernetzten Industrie 4.0 ermöglich die Informationsfabrik die Analyse, Steuerung und Veränderung technischer Systeme und flankierender Prozesse im Sinne eines zunehmenden Grades an Autonomie.

Informationsfabrik Industrie 4.0

Artikel zu Smart Data für die lebenszyklusbegleitende Informationslogistik im PLM-Portal.