Fraunhofer IPK

Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik

Aktuelles aus Forschung und Entwicklung
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Ereignisse und Termine IV

Siemensstadt 2.0

Neuer Industrie- und Wissenschaftscampus in Berlin

Der 31. Oktober 2018 war ein großer Tag für Industrie und Forschung in Berlin. Im Roten Rathaus unterzeichneten Siemens, der Regierende Bürgermeister von Berlin, die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung BAM, die Technische Universität Berlin sowie die Fraunhofer-Gesellschaft ein Memorandum of Understanding für einen neuen Industrie- und Wissenschaftscampus Berlin (IWCB). Die Berliner Fraunhofer-Institute, die TU Berlin und die BAM haben das Vorhaben von Anfang an begleitet. Bei der Besetzung des Campus soll das Fraunhofer IPK seine Kernkompetenzen in der Additiven Fertigung und der digital integrierten Produktion einbringen. Die Absichtserklärung wurde im Rahmen einer größeren Vereinbarung der Siemens AG mit der Stadt Berlin geschlossen. Laut dieser will Siemens in den kommenden Jahren bis zu 600 Millionen Euro in eine neue Arbeits- und Lebenswelt investieren: Siemensstadt 2.0.

Im Bild: Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft Energie und Betriebe (3.v.l.); Michael Müller, Bürgemeister von Berlin (5.v.l.); Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG (4.v.r.), Cedrik Neike, Mitglied des Vorstands der Siemens AG, Region Asien/Australien, Division Energy Management (3.v.r.), Ulrich Panne, Präsident BAM (2.v.r.) und Fraunhofer-Vorstandsmitglied Andreas Meuer (r.).
(© www.siemens.com/presse)

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Prof. Dr. h. c. Dr.-Ing. Eckart Uhlmann
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Ausgezeichnet!

Fraunhofer IPK-Mitarbeiter erhält Absolventenpreis der Beuth-Hochschule

»Lean@R&D – Harmonisierung und Standardisierung von schlanken R&D-Prozessen« – das ist der Titel von Stephan Mönchingers Masterarbeit an der Beuth Hochschule für Technik. Der Hochschule entging seine hervorragende Forschungsleistung nicht, und so wurde der Fraunhofer IPK-Mitarbeiter am 21. November 2018 als einer der besten Absolventen des Jahres ausgezeichnet. Ende letzten Jahres schon schloss Stephan Mönchinger den Master »Maschinenbau – Produktionssysteme« ab. Bald darauf fing er im Geschäftsfeld Virtuelle Produktentstehung des Fraunhofer IPK als wissenschaftlicher Mitarbeiter an. Den Betreuer seiner Masterarbeit, Prof. Dr.-Ing. Tom Hühns, freute das sehr, denn er ist selbst Fraunhofer IPK-Alumnus. Als nächsten Schritt erwartet Mönchinger jetzt der echte Einstieg in seine Doktorarbeit.  Einen Arbeitstitel für die aktiv von Prof. Stark betreute Promotion gibt es seit Kurzem: »Virtuelle Modellbildung für reale Bauräume«. Bevor er als Wissenschaftler zum Fraunhofer IPK kam, arbeitete Stephan Mönchinger bereits sechs Jahre lang in einem großen Technologie-Unternehmen. Den Wechsel zu Fraunhofer begründet er so: »Die persönliche Entwicklung wurde in meinem früheren Arbeitsumfeld wenig gefördert, das ist bei Fraunhofer anders. Hier kann ich wirklich kreativ forschen und mich im Rahmen verschiedener Projekte selbst verwirklichen. Ich werde dazu ermutigt, über den Tellerrand hinaus zu schauen und an Weiterbildungen teilzunehmen. Das ist sehr motivierend!«

Drei Generationen Forschung am Fraunhofer IPK: Prof. Stark, Stephan Mönchinger, Prof. Hühns (v. l. n. r.).

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Höchster diplomatischer Besuch

Thailand und Armenien bekunden Interesse an Zusammenarbeit

Am 28. November 2018 waren gleich zwei höchstrangige internationale Besucher am Fraunhofer IPK zu Gast. Sowohl Armeniens Präsident Dr. Armen Sarkissian als auch der Premierminister von Thailand, H. E. Prayut Chan-o-cha hatten im Rahmen ihrer Berlinreise auch eine Führung durch das Fraunhofer IPK auf der Agenda.

Das weltweit einzigartige Fraunhofer-Modell der angewandten Forschung hat eine besondere Wirkung auf die Innovationsfähigkeit Deutschlands und eine hohe Strahlkraft ins Ausland. Die beiden Regierungschefs informierten sich deshalb bei Institutsleiter Prof. Dr. Dr. Eckart Uhlmann zur angewandten Forschung und dem damit verbundenen Transfer von der Wissenschaft in die Industrie.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler demonstrierten darüber hinaus verschiedene Forschungsprojekte. Dr. Sarkissian war mit der Arbeit des Fraunhofer IPK bereits aus dem Vorhaben der virtuellen Rekonstruktion des Gebetsbuches Narek, eines Kulturschatzes am Matenadaran-Institut in Armenien vertraut. Da Armenien im Bereich Informatik sehr gut aufgestellt ist, interessierte er sich vor allem für Projektskizzen zu Automatisierungstechnik und Künstlicher Intelligenz. Premierminister Prayut wurde begleitet von einer großen Delegation, zu der auch verschiedene thailändische Minister gehörten. Die Gruppe besichtigte im Versuchsfeld des Produktionstechnischen Zentrums verschiedene Industrie-4.0-Demonstratoren. Zum Abschluss stellte H.E. Prayut die Frage, wie sich Thailand in der Fraunhofer-Forschungsweltkarte positionieren könne. Beide Seiten verständigten sich darauf, eine mögliche Zusammenarbeit in weiteren Gesprächen zu diskutieren.

Ihre Ansprechpartnerin
Claudia Engel
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claudia.engel(at)ipk.fraunhofer.de

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