Fraunhofer IPK

Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik

Jahresbericht 2017
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Neues Memorandum of Understanding mit China

im Kanzleramt unterzeichnet

Professor Eckart Uhlmann und Wang Xizheng unterzeichneten das MoU im Bundeskanzleramt im Beisein von Kanzlerin Angela Merkel und des chinesischen Premierministers Li Keqiang (© Bundesregierung / Guido Bergmann).

Am 1. Juni unterschrieb IPK-Institutsleiter Professor Eckart Uhlmann im Bundeskanzleramt in Gegenwart von Kanzlerin Angela Merkel und des chinesischen Premierministers Li Keqiang ein Memorandum of Understanding zur Planung, Umsetzung und Evaluation von Innovationszentren in China. Unterzeichner auf chinesischer Seite war Wang Xizheng, Director Human Resource Center am Talent Exchange Center des Ministry of Industry and Information Technology (MIITEC) in Peking.

Im Rahmen des chinesischen Regierungsprogramms »China Manufacturing 2025« sollen nationale und provinziale Innovationszentren in ganz China realisiert werden. Das Memorandum of Understanding sieht dabei eine Beteiligung des Fraunhofer IPK zur Förderung chinesisch-deutscher Kooperationen vor. Gemeinsam mit dem Ministry of Industry and Information Technology sollen geeignete Standorte für Innovationszentren in China gefunden und der Aufbau sowie die Entwicklung der Zentren begleitet werden. Experten des Fraunhofer IPK werden dabei eng mit den jeweiligen Provinzialbüros des MIITEC zusammenarbeiten und  Schulungen zu Managementkenntnissen sowie intelligenter Produktion für chinesische Führungskräfte sowohl in Deutschland als auch China durchführen.

Langfristig soll ein Erfahrungsaustausch im Kontext von Industrie 4.0 zum beiderseitigen Vorteil chinesischer und deutscher Unternehmen stattfinden. Dabei liegt der Fokus auf der technischen Projektkooperation  und dem Technologietransfer zur Förderung des Programms »China Manufacturing 2025« sowie auf der Identifikation potenzieller Kooperationspartner für das Fraunhofer IPK.

Mit diesem Memorandum of Understanding schließt das Fraunhofer IPK an mehrere langfristige Kooperationen mit der chinesischen Regierung an. So wurde bereits im Jahr 2015 ein ähnliches Abkommen über eine Zusammenarbeit im Bereich Industrie 4.0 mit der Jiangsu Economic and Information Technology Commission unterzeichnet. Darin wurde die Entwicklung gemeinsamer Strategien für die Standardisierung von Industrie 4.0 sowie die Kooperation auf dem Gebiet der intelligenten Fertigungs- und IuK-Technologien vereinbart. Aufbauend darauf wurde im Juni 2016 die gemeinsame Planung des privatrechtlichen »Sino-German Intelligent Manufacturing Research Institute« (SGIMRI) in der Provinz Jiangsu beschlossen. Dieses soll durch Wirtschaftserträge finanziert werden und Engineering-Dienstleistungen für chinesische Unternehmen im Bereich der intelligenten Produktion anbieten. Das Fraunhofer IPK unterstützt die chinesischen Kollegen hier maßgeblich bei der Akquise und Durchführung dieser Projekte und berät bei der strategischen Geschäftsausrichtung sowie der Erarbeitung von Businessplänen für SGIMRI.

Ansprechpartner

Prof. Dr. h. c. Dr.-Ing. Eckart Uhlmann

Tel. +49 30 39006-100   

eckart.uhlmann(at)ipk.fraunhofer.de