Fraunhofer IPK

Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik

Jahresbericht 2017
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Steuert Roboter per Fingerzeig:

Johannes Hügle

(© Fraunhofer IPK / Ismaël Sanou)

Naturwissenschaften und Technik – das begeisterte Johannes Hügle schon in der Grundschulzeit. Seit dem war der Weg für ihn klar: Zunächst nahm er auf einem technischen Gymnasium mit Freude an Kursen zur Metall- und Elektrotechnik teil. Später zog er nach Berlin, um an der Technischen Universität sein Studium Informationstechnik im Maschinenwesen zu beginnen. Währenddessen wuchs sein Interesse für Automatisierungstechnik und Robotik. 

Passend dazu begann Johannes Hügle seine Tätigkeit als studentischer Mitarbeiter im Geschäftsfeld Automatisierungstechnik des Fraunhofer IPK. Auch seine Diplomarbeit, in der er sich mit der Steuerung von Robotern mittels Fingerzeig auseinandersetzte, schrieb er hier am Institut. Darauf aufbauend leitet Johannes Hügle nun als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Sicherheitstechnik die Projekte iLaP und ADAPT gemeinsam mit Oliver Heimann aus der Abteilung Prozessautomatiserung und Robotik. Die zentrale Fragestellung beider Projekte ist, wie Roboter menschliche Gesten und Bewegungen interpretieren können. Konkret wird zur Zeit an Programmen geschrieben, die Robotern beibringen sollen, mittels Bildverarbeitung dem Fingerwischen eines Menschen zu folgen, dieses richtig zu interpretieren und an der erkannten Linie zu schweißen oder zu fräsen. Johannes Hügles Schwerpunkt liegt dabei auf der Implementierung der bildverarbeitenden Elemente. In Kürze werden die ersten Tests an einer eigens für die Projekte iLaP und ADAPT errichteten Roboterzelle im gemeinsamen Versuchsfeld von Fraunhofer IPK und IWF durchgeführt.

An der Arbeit in Forschung und Entwicklung weiß Johannes Hügle die Abwechslung ganz besonders zu schätzen. Es motiviert ihn, mit neuen Projekten auch immer anderen Herausforderungen gegenüber zu stehen. »Dabei muss man sich natürlich in neue Themen einarbeiten. Das kann schon anstrengend sein«, gibt er zu. »Aber genau das macht den Reiz aus, denn es macht Spaß.«