Fraunhofer IPK

Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik

Jahresbericht 2017
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Sicher und robust – Qualität in der additiven Produktion managen

Auswertung von Porosität im additiv aufgebauten Volumen

Das globale Marktvolumen der additiven Fertigung wird für 2018 auf 4,5 Milliarden Euro geschätzt, bis zum Jahr 2023 sollen es sogar 7,7 Milliarden Euro sein.* Vor allem in der Luft- und Raumfahrt, im Turbinenbau und in der Medizintechnik setzen Unternehmen die Technologie bereits serienmäßig ein. Prozesssicherheit und Qualitätssicherung gelten jedoch nach wie vor als große Herausforderungen für additive Verfahren wie das Selektive Laserschmelzen (SLM) und das Laser-Pulver-Aufragschweißen (LPA). Typische Fehler bei solchen Prozessen sind Poren, feine Löcher, mangelhafte Anbindung, Spritzer und Mikrorisse in einer Schichtebene. Zwar gibt es einige Insellösungen für partielle Prozessüberwachungen. Eine umfassende Qualitätskontrolle ist bisher jedoch nicht möglich, da vor allem der Zusammenhang zwischen den Produktionsdaten und der Bauteilqualität unbekannt ist. Im Projekt »Qualitätsmanagement für die sichere und robuste additive Produktion – QualiPro« entwickelt das Fraunhofer IPK deshalb Qualitätsroutinen entlang der additiven Prozesskette. Dafür erfolgt eine durchgängige Datenaufnahme entlang der additiven Prozesskette und eine Verknüpfung dieser Daten mit der erzielten Bauteilqualität. Aus den Erkenntnissen werden Maßnahmen zur Optimierung der additiven Produktion abgeleitet. Ziel sind anwendungsnahe Lösungen, die eine robuste Serienproduktion ermöglichen. Perspektivisch soll damit auch die Grundlage für eine Zertifizierung additiver Technologien geschaffen werden.

Ansprechpartnerin

Angelina Marko

Tel. +49 30 39006-379

angelina.marko(at)ipk.fraunhofer.de