Fraunhofer IPK

Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik

Jahresbericht 2017
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Komplexe Systeme entwickeln – Modellbasiertes Systems Engineering

Im Zeitalter der Digitalisierung müssen Fahrzeuge innovative und komplexe Funktionen anbieten, um neue Kundenanforderungen zu erfüllen. Dazu gehören autonomes Fahren, Elektromobilität und Vernetzung oder digitale Services. Aufgrund der steigenden Komplexität der Produkte müssen Automobilhersteller und Zulieferer ihre Entwicklungsprozesse modernisieren und noch effizienter gestalten.

Modellbasiertes Systems Engineering (MBSE) ist ein interdisziplinärer Ansatz für die Entwicklung komplexer Systeme. Im Vordergrund stehen miteinander vernetzte Entwicklungsmodelle, die als Ergebnis von vereinheitlichten Fachprozessen wie Anforderungsdefinition, Architekturentwurf, Verhaltensmodellierung und Implementierung entstehen. Der Wandel von der klassischen Produktentwicklung zum modellbasierten Systems Engineering stellt Unternehmen der Automobilindustrie vor vielfältige Herausforderungen, weil die notwendigen Änderungen für die Einführung eines MBSE Auswirkungen auf alle Entwicklungstätigkeiten, die IT-Landschaft und die organisatorische Struktur im Unternehmen haben.

Gemeinsam mit Siemens Industry Software hat das Fraunhofer IPK ein Reifegradmodell für modellbasiertes Systems Engineering entwickelt, um Unternehmen bei der Einführung oder Fortentwicklung von MBSE zu begleiten. Das MBSE-Reifegradmodell wird anhand von Interviews mit Führungskräften und Fachexpertinnen und -experten durchgeführt. Es stellt im Ergebnis dar, wo das Unternehmen heute steht – Reife des Ist-Zustandes??– und wo das Unternehmen stehen würde – Reife des Soll-Zustandes. Darüber hinaus bietet es konkrete Handlungsempfehlungen für die Optimierung der Produktentwicklung mithilfe des modellbasierten Systems Engineering.

Big Picture für das MBSE-Reifegradmodell

Ansprechpartner

Atakan Sünnetcioglu 

Tel. +49 30 39006-359

atakan.suennetcioglu(at)ipk.­fraunhofer.de