Fraunhofer IPK

Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik

Jahresbericht 2017
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Digitaler Fabrikzwilling

Unternehmen betreiben zur Ausbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oftmals Miniaturfabriken. In ihnen wird ein Produkt in vereinfachter Form durch die typischen Prozessschritte der Produktfertigung geführt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Fraunhofer IPK nutzen zusätzlich einen digitalen Zwilling, der die Abläufe einer realen Miniaturfabrik widerspiegelt. Dafür erzeugen sie auf Basis einer real gebauten Anlage mit Process Simulate, einer Fabrikplanungs- und Simulationssoftware, ein digitales Abbild – den digitalen Zwilling. Das digitale Abbild ist über Signale mit der realen Fabrik verbunden, sodass die tatsächlichen Zustände und Prozesse der realen Fabrik im digitalen Zwilling synchron abgebildet werden.

Das digitale Konstruktionsmodell stellt die Basis für die signalbasierte kinematisierte Abbildung der Fabrik in Process Simulate dar, wobei keine Sequenzen oder Operationen in der Software verwendet werden. Statt dessen werden alle Aktoren der Anlage von einer im Entwicklungsstadium virtuellen und bei Projektübergabe dann realen Anlagensteuerung gesteuert. Nach Zusammenführung der realen Anlage mit ihren Aktoren, Sensoren und deren Anlagensteuerung mit dem Process-Simulate-Modell der Anlage wird sich das digitale Abbild synchron zur realen Fabrik verhalten und stellt eine einfache Form des digitalen Zwillings dar.

Ansprechpartner

Thomas Vorsatz

Tel. +49 30 39006-271

thomas.vorsatz(at)ipk.­fraunhofer.de