Fraunhofer IPK

Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik

Jahresbericht 2017
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Es geht auch ohne Prototypen:

Thomas Vorsatz

(© Fraunhofer IPK / Daria Rüttimann)

»Eine Idee soweit zu treiben, dass man Dinge lebendig macht, bis sie vor einem stehen«, das motiviert Thomas Vorsatz in seiner Forschung. Bereits als Maschinenbaustudent an der TU Berlin betrieb er in seiner Freizeit eine eigene Werkstatt und setzte das theoretisch erworbene Wissen beim Drehen, Fräsen und Schweißen eigener Bauteile in die Tat um. Weitere praktische Erfahrungen sammelte er in verschiedenen Konstruktionsbüros und im Sondermaschinenbau. Sein Interesse für Mechatronik und Anlagenbau führte ihn 2008 als studentische Hilfskraft an das Fraunhofer IPK, seit 2014 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts. Mit seinem Team arbeitet Vorsatz im Geschäftsfeld Virtuelle Produktentstehung an der Schnittstelle von Mechanik, Elektronik und Software. Erste Erfolge erzielte er dabei schon als Diplomand: Eine von ihm im Rahmen seiner Abschlussarbeit entwickelte Haptik-Zelle sowie ein haptisches Interaktionsgerät wurden an der TU Berlin patentiert.

Aktuell beschäftigt sich Thomas Vorsatz hauptsächlich mit der Konstruktionsautomatisierung für Unternehmen. Im Auftrag von Daimler entwickelt er mit seinen Teamkollegen ein am Arm zu tragendes Gerät, das durch Beschleunigungssensoren Bewegungsmuster grob erkennt und Routinetätigkeiten automatisieren soll. In einem weiteren Projekt zum Thema »Smart Factory – Industrie 4.0 und digitaler Zwilling« schreiben Vorsatz und seine Kolleginnen und Kollegen Simulationsprogramme, die dazu dienen Wissen virtuell zu generieren, ohne dass physische Tests nötig wären. »Prototypen müssen heute nicht mehr gebaut werden,« meint Thomas Vorsatz. »Mit digitalen Technologien können wir schneller, günstiger und umfassender Wissen über Produkte und Prozesse generieren.«