Fraunhofer IPK

Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik

Jahresbericht 2017
PDF

Testlabor für das Industrielle Internet der Dinge

Millionen Autofahrer kennen DEKRA als Instanz für Verkehrssicherheit, nicht zuletzt durch die regelmäßigen Hauptuntersuchungen ihrer Fahrzeuge. Zwei Fraunhofer-Institute etablieren jetzt gemeinsam mit der Expertenorganisation ein Testlabor für industrielle IoT-Anwendungen.

Das Internet of Things oder Internet der Dinge ist in der betrieblichen Praxis an vielen Stellen bereits Realität und breitet sich auch in der Produktion weiter rasant aus. Oft werden jedoch die damit verbundenen Gefahren unterschätzt und Fragen der IT-Sicherheit vernachlässigt. So können zum Beispiel unzureichende Datensicherheit, Funktionsausfall oder mangelnde Interoperabilität zu Produktionsstopps und damit zu finanziellen Einbußen führen. Darüber hinaus können sie direkt Menschenleben betreffen, wenn z. B. ein Roboter oder ein autonomes Fahrzeug fremdgesteuert wird. Dem Nutzen von schnelleren und flexibleren Prozessen stehen daher erhebliche Risiken gegenüber. Fraunhofer IPK und Fraunhofer FOKUS entwickeln deshalb gemeinsam mit DEKRA ein Testlabor mit integrierten Testlösungen, um genau solche Risiken für deutsche Unternehmen zu reduzieren. Das in 2016 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Projekt liefert dazu die Verfahren und die Ausrüstung für eine End-to-End-Qualität. Eine umfassende IoT-Test- und -Qualitätssicherungsplattform soll die Vertrauenswürdigkeit und Sicherheit von IoT-Lösungen unterstützen sowie deren abgesicherten Einsatz in intelligent vernetzten Fabriken ermöglichen. Mit der AUDI AG und dem Berliner IoT-Anbieter Relayr stehen dem Konsortium wichtige Anwendungs- und Technologiepartner zur Seite.

Ansprechpartner

Frank-Walter Jäkel

Tel. +49 30 39006-174

frank-walter.jaekel(at)ipk.fraunhofer.de