Fraunhofer IPK

Institute for Production Systems and Design Technology

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Issue 01 / 2019

Internationale Forschung und Entwicklung

FUTUR 1 2019

Das Fraunhofer IPK hat seinen Sitz in Berlin, die Strahlkraft unserer Forschung aber reicht weit über Berlin hinaus und selbst über nationale Grenzen hinweg. Zahlreiche Kooperationen verbinden uns mit strategischen Partnern in Wissenschaft und Wirtschaft weltweit. So haben wir Zugang zu internationaler Expertise und erschließen neue Märkte für produktionstechnisches Know-how made in Germany. Dies ermöglicht es uns, anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung in einige der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt zu exportieren, darunter Brasilien und China. Unser primäres Ziel dabei ist es, die deutsche Industrie und deren Joint Ventures in den Ländern mit Innovationen zu unterstützen. Einige der Projekte, die wir mit internationalen Kunden und Partnern erfolgreich durchgeführt haben, stellen wir in dieser Ausgabe der FUTUR vor.

Unsere FuE-Arbeiten im Ausland konzen­trieren sich auf den Bereich Industrie 4.0 und auf die Konzeption nationaler und regio­naler Innovationssysteme. Ein wesentlicher Vorteil unserer internationalen Kooperationen ist ihr wissenschaftlicher Mehrwert nicht nur für unser Institut, sondern auch für unsere Partnerländer. Ein perfektes Beispiel dafür ist das Fraunhofer Project Center for Advanced Manufacturing @ ITA, das wir im März 2018 in São José dos Campos, Brasilien eröffnet haben. Das Center, kurz FPC@ITA, besiegelt die strategische Kooperation zwischen unserem Berliner Institut und einer der top Engineering-Universitäten Brasiliens. Fraunhofer IPK und das Instituto Tecnológico de Aeronáutica (ITA) entwickeln hier gemeinsam produktionstechnische Lösungen zum Nutzen deutscher und europäischer Unternehmen vor Ort, einschließlich brasilianischer Industriepartner. Dazu gehört Embraer, der viertgrößte Flugzeughersteller der Welt, in dessen Auftrag wir additive Fertigungs­technologien für leichte Flugzeugkomponenten entwickeln.  

Unser FuE-Engagement in Brasilien begann übrigens zeitgleich mit einer Zusammenarbeit in der universitären Bildung: Seit rund fünf Jahren führt das Deutsch-Brasilianische Akademische Austauschprogramm »Science with­out Borders« zahlreiche brasilianische Studierende an das Fraunhofer IPK. Viele Alumni dieses Programms unterstützen jetzt unsere Forschungsaktivitäten in ihrem Heimatland und sind Teil eines wachsenden Netzwerks von Expertinnen und Experten, die das brasilianische Innovationssystem prägen.

Wie wir am Fraunhofer IPK mit unterschiedlichsten Partnern zusammenarbeiten, um internationale Innovationssysteme zu etablieren, zeigt auch ENRICH. Das European Network of Research & Innovation Centres and Hubs fördert die Zusammenarbeit in Forschung, Technologie und Unternehmertum zwischen Europa, Brasilien, China und den USA, indem es Unternehmen, Universitäten, Forschungsinstitutionen und Fördereinrichtungen vor Ort Dienstleistungen anbietet. Eine sehr bereichernde Aufgabe für unsere Experten, denn wir wissen aus Erfahrung, dass nicht das Know-how eines einzelnen, sondern das Know-how aller Akteure zählt, wenn Innovation gelingen soll.


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