Fraunhofer IPK

Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik

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Ausgabe 01 / 2018

Vernetzung in der Produktion

Futur 1 2018

Liest man derzeit die Fachpresse aus dem Gebiet der Produktionstechnik, lässt sich leicht der Eindruck gewinnen, dass alles »smart«, »intelligent«, »cloudbasiert« und ohnehin »cyber« ist. Dies geht uns mit unserem Magazin FUTUR nicht anders. Dabei sollte aber nicht vergessen werden, dass nach wie vor neue Entwicklungen im Bereich der Maschinen-Hardware mehr als erforderlich sind. 

Trotz aller IT und ihrer Vernetzung, die im vorliegenden Heft zur Hannover Messe natürlich eine große Rolle spielt, hat es eine Schnellfrequenzspindel für eine 3-Achs-Hochpräzisionsfräsmaschine ins Heft ge-­schafft. Hohe Spindeldrehzahlen sowie sehr gute Rund- und Planlaufeigenschaften helfen uns bei der Fertigung hochpräziser Werkstücke – ganz klassisch. 

Die Notwendigkeit einer durchgehenden Digitalisierung der Prozessketten ist unbestritten: Überall wird aber immer noch gefräst, gedreht oder gebohrt. Und es gibt immer noch die Probleme, die schon unsere Vorfahren vor mehr als 100 Jahren hatten. Es schwingt, es verschleißt und es verändern sich Werkzeuge und Bauteile in thermischer Abhängigkeit. Nur wissen wir heute dank der Sensorik in den Anlagen viel besser darüber Bescheid und können geeignete Maßnahmen dagegen treffen – vor allem mithilfe der zuvor genannten »cleveren« Systeme. Häufig können wir mittels Simulation vorab genau sagen, was passieren sollte – die Wahrheit zeigt sich dann aber immer noch auf der Maschine. 

Wie aber werden Bauteile oder Maschinen smart? Ein schönes Beispiel bieten die Verfahren der additiven Fertigung. Sie ermöglichen es, Sensoren an den Stellen einzubauen, an denen sie wirklich gebraucht werden – dort in der Maschine, wo es »heiß hergehen« kann. Details hierzu finden Sie in dieser FUTUR. 

Dass unsere Expertise in diesem Zusammenspiel von Hardware, Sensorik und Software auch international gefragt ist, zeigt aktuell unsere neue Kooperation in Brasilien im Rahmen des Berliner Leistungszentrums »Digitale Vernetzung«. Mit dem Instituto de Pesquisas Tecnológicas (IPT) in São Paulo, einem der größten brasilianischen Forschungsinstitute, werden wir in den näch­sten fünf Jahren gemeinsam Themen wie Industrie 4.0, Smart Cities und Sustainable Cities adressieren. Dass hier ein besonders hoher FuE-Bedarf besteht, hat auch die erste Industrie-4.0-Konferenz unseres Fraunhofer Project Centers for Advanced Manufacturing @ ITA Anfang März in São José dos Campos gezeigt, zu der wir rund 280 hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft begrüßen konnten. 

Wie die digitale Vernetzung von einzelnen Hardware-Komponenten oder ganzen Maschinen und Anlagen Mehrwerte für die Fertigung schafft, zeigen wir auf der Hannover Messe. Eine Vorschau finden Sie hier im Heft und ich lade Sie herzlich ein, sich vor Ort von unseren Technologien zu überzeugen.


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