Fraunhofer IPK

Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik

09/2003: Fraunhofer IPK präsentiert neue Kooperationssoftware für den Werkzeug- und Formenbau

EuroMold, 3. - 6. Dezember 2003, Frankfurt/Main, Halle 8 Stand L157

Die Veränderungen der Zuliefererstrukturen von Großherstellern stellen neue Herausforderungen an die Kooperationsfähigkeit der Zulieferbetriebe, auch im Werkzeug- und Formenbau. Hier spielen zunehmend unternehmensübergreifende Kooperationen eine Rolle. Dabei muss über das reine Lieferverhältnis hinaus eine enge, systemtechnisch unterstützte Zusammenarbeit von der Angebotserstellung bis zur Auftragsabwicklung gewährleistet werden. Ein weiterer Aspekt ist die Zusammenführung von Produktentwicklung und industrieller Serienproduktion in der Prozesskette des Werkzeug- und Formenbaus. Oft muss in der industriellen Praxis bereits parallel zu der Entwicklung des Haupt-Produkts, zum Beispiel eines Automobil-Karosse¬rieteils oder des Gehäuses eines Mobiltelefons, das dazugehörige Werkzeug bzw. die passende Form spezifiziert, entwickelt und gefertigt werden.

Das Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktions¬technik (IPK) präsentiert jetzt auf der EuroMold 2003 erstmals ein Softwaresystem, das die kooperative Entwicklung und Fertigung von Werkzeugen, Formen und anderen Produktionsmitteln erleichtert und die Zusammenarbeit von Herstellern und Zulieferern lenkt. Damit steht Unternehmen des Werkzeug- und Formenbaus eine neue, branchenspezifische Lösung zur Verfügung, die eine effektive und effiziente Zusammenarbeit von unterschiedlichen Teams an verteilten Standorten ermöglicht.

Die internetbasierte Kooperationsplattform entstand im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projekts cDie, an dem neun Industrie- und Forschungspartner aus Spanien, Portugal und Berlin-Brandenburg beteiligt sind. Zunächst wurden informationstechnische Werkzeuge und Kommunikationsinstrumente in die speziell für den Werkzeug- und Formenbau konzipierte IT-Plattform integriert und ihre Einsetzbarkeit bewertet. Anschließend wurde die Funktionalität der cDie-Plattform in Pilotprojekten bei den internationalen Industriepartnern eingeführt und erprobt, um die Wirkungspotenziale neuer Zusammenarbeitsformen zu ermitteln und die implementierte IT-Lösung als integrierten Toolkit für die Branche zu etablieren.

Auf der EuroMold können Messebesucher eine Live-Demonstration der cDie-Software mit Hilfe eines simulierten, verteilten Anwendungsszenarios erleben. Darüber hinaus haben sie auf über 100 qm Ausstellungsfläche die Möglichkeit, Erfahrungen mit Anwendern wie den Unternehmen Artur-Schambach Lehren- u. Werkzeugbau, Berlin und Troquenor S.A., Sondika/Spanien auszutauschen und die Software eingehend zu testen. Hinzu kommt die fachspezifische, umfangreiche Beratung des Entwicklungs- und Vertriebsteams für eine effiziente Implementierung des cDie-Systems in Unternehmen des Werkzeug- und Formenbaus.


Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Dipl.-Ing. Zorlu Yalniz
Tel.: +49 (0) 30 / 3 90 06-2 02
Fax: +49 (0) 30 / 3 91 10 37