Fraunhofer IPK

Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik

Fraunhofer IPK plant chinesisch-deutsches Industrie-4.0-Forschungsinstitut

Neuer Großauftrag für das Fraunhofer IPK: Die Berliner werden in den nächsten fünf Jahren das sogenannte »Sino-German Intelligent Manufacturing Research Institute«, kurz SGIMRI, in der chinesischen Provinz Jiangsu aufbauen. Dieses Institut soll sich nach dem Vorbild von Fraunhofer durch Wirtschaftserträge finanzieren und Engineering-Dienstleistungen für chinesische Unternehmen im Bereich der intelligenten Produktion anbieten.

Bereits im Juni 2015 hatten IPK und JSEIC – Jiangsu Economic and Information Technology Commission ein Memorandum of Understanding über die zukünftige Zusammenarbeit im Bereich Industrie 4.0 unterzeichnet. Darin vereinbarten beide Parteien, gemeinsame Strategien für die Standardisierung von Industrie 4.0 zu entwickeln sowie den Austausch und die Kooperation auf dem Gebiet intelligenter Fertigungs- und IuK-Technologien zu stärken. Erklärtes Ziel war es, ein Industrie-4.0-Anwendungszentrum als Showcase für neueste Technologien und Anwendungsszenarien in der Provinz Jiangsu zu etablieren. Jetzt wurde der Auftrag dazu erteilt.

Im Rahmen des Projektes mit einem Auftragsvolumen von 7,5 Mio Euro beraten die Fraunhofer-Experten ihren chinesischen Partner bei der strategischen Geschäftsausrichtung und erarbeiten Businesspläne für das Management des zukünftigen SGIMRI. Darüber hinaus bieten sie kontinuierliche Coachings und Schulungen für SGIMRI-Mitarbeiter an und unterstützen bei der Akquise und Durchführung von Projekten und Dienstleistungen im Bereich der intelligenten Fertigung.

 

Am 13. Juni 2016 unterzeichneten Professor Holger Kohl und der Bürgermeister der Stadt Nanjing, Miao Ruilin, die Vereinbarung zur Planung des SGIMRI im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Chinas Ministerpräsident Li Keqiang.