Fraunhofer IPK

Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik

Zielsicherer Werkstücktransport

Damit der Produktionsablauf in einer Werkstattfertigung reibungslos funktioniert, dürfen intelligente Werkzeuge nicht nur die Steuerung der einzelnen Produktionsschritte berücksichtigen. Genauso wichtig ist die Organisation der Wege dazwischen.

Der Transport zwischen Bearbeitungsstationen innerhalb eines Fertigungsbereichs, der bisher durch die Verkettung gewährleistet wird, kann relativ einfach neu organisiert werden. Er erfolgt manuell durch die Maschinenverantwortlichen auf dem Shop Floor. Separate Transportmanagement-Systeme sind dazu nicht erforderlich, weil sich der Transportbedarf aus dem geplanten Fertigungsablauf ergibt: Sind die Mitarbeiter informiert, dass ein Auftrag nach Bearbeitung an Maschine A an Maschine B weiter bearbeitet werden soll, können sie den erforderlichen Transport zwischen den beiden Bearbeitungsvorgängen eigenverantwortlich vornehmen.

iWePro berücksichtigt darüber hinaus auch die längeren Transporte zwischen den Fertigungsbereichen – also von der Weichbearbeitung zur Härterei, von dort weiter zur Hartbearbeitung und schließlich zum End of Line-Puffer. Diese werden bisher häufig über feste Tourenpläne organisiert. An Station 4 des Messe-Exponats präsentiert die Firma SAFELOG GmbH ein intelligentes Transportmanagementsystem, wie es für eine adaptive Transportorganisation eingesetzt werden könnte. Das System organisiert nicht nur mit Nachdruck jegliche zwischen den Fertigungsbereichen anfallenden Transporte, sodass nichts vergessen werden kann. Es sorgt darüber hinaus für eine optimale logistische Planung, die die verfügbaren Ressourcen – Mitarbeiter und Fahrzeuge – bestmöglich einsetzt. Die letzte Entscheidung über die Details der Durchführung wird aber den Mitarbeitern der Fertigungslogistik überlassen.

Das System informiert die Mitarbeiter auf mobilen Endgeräten über Art, Umfang und Termin anfallender Transportaufträge. Zusätzlich übernimmt es grundsätzliche Organisationsaufgaben für jeden Transport. Je nach Strecke, Entfernung und Umfang eines Transportauftrags wird zunächst aus vorhandenen Transportmitteln das bestgeeignete ausgewählt. Dazu können handgeführte Transportwagen oder Lastkarren gehören, aber auch fahrerlose Transportsysteme (FTS) oder koppelbare Hängereinheiten, die mit einem Zugfahrzeug befördert werden. Bei einem Auftrag, für den die Wahl auf einen nicht-automatisierten Transport – also eine Beförderung durch einen Logistikmitarbeiter – fällt, versorgt das System den Mitarbeiter mit einer Wegeleitung wie in einem Navigationssystem.