Fraunhofer IPK
Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik
Anwendungszentrum Mikroproduktionstechnik – AMP
Am 25. November 2011 wird es eingeweiht, das
Anwendungszentrum Mikroproduktionstechnik – AMP
Optimale Bedingungen für feinste Bearbeitungstechnologien und perfekte Voraussetzungen für Spitzenleistungen in Forschung und Entwicklung – das bieten wir unseren Kunden und Partnern im Anwendungszentrum Mikroproduktionstechnik. Das neue, hochmoderne Laborgebäude ist speziell auf die besonderen Bedürfnisse von Hoch- und Ultrapräzisionstechnologien abgestimmt. Hier arbeiten Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK und des Instituts für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb IWF der Technischen Universität Berlin gemeinsam an der Entwicklung von Mikrokomponenten und mikrostrukturierten Bauteilen, der Optimierung von Prozessketten für die Serien- und Massenfertigung sowie an dem Test komplexer Mikrosysteme.
Bis zu 100 Nanometer klein sind die Bauteile und Strukturen, die moderne Maschinen heute bearbeiten können. Das entspricht dem Zehntel der Dicke eines Spinnenfadens. Entsprechend klein sind die Werkzeuge der Mikroproduktionstechnik – und entsprechend empfindlich reagieren sie auf Umgebungseinflüsse. Die Ausdehnung eines Werkzeugs bei Temperaturschwankungen um wenige Grad Celsius genügt, um ein Produkt in Ausschussware zu verwandeln; bereits kleinste Werkstoffveränderungen durch Korrosion machen eine Bearbeitung nach den festgelegten Parametern unmöglich.
Mit dem AMP haben wir einen Spezialbau realisiert, der auf 780 m² Laborfläche die Bedürfnisse genauester Fertigungsverfahren berücksichtigt. Im ganzen Gebäude ist die relative Luftfeuchtigkeit regulierbar, damit sie weder 55 Prozent übersteigt und somit Korrosion ausschließt, noch unter 45 Prozent sinkt, was gesundheitsschädlich für die Mitarbeiter wäre. In zwei Laboren mit Hochpräzisionsumgebung kann die Temperatur konstant auf 20 °C ± 1 °C gehalten werden, um eine zu starke Ausdehnung der Werkzeuge zu verhindern. Das Ultrapräzisionslabor, der sensibelste Bereich des AMP, wird sogar mit einer Genauigkeit von ± 0,2 °C temperiert. Zudem wurde dieses Labor auf einem gesonderten Fundament errichtet, das schwingungsentkoppelt inmitten des restlichen Gebäudefundaments liegt. Die tragenden Säulen reichen besonders tief in den Grund hinein und das Fundament selbst hat eine ungewöhnlich hohe Masse. All das dient als passive Schwingungsdämpfung: Weder die Schwingungen von der Straße, noch jene, die im Gebäude selbst entstehen, übertragen sich unmittelbar auf diesen Bereich.
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Der Bau des AMP wurde unterstützt mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung – EFRE.




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