Fraunhofer IPK

Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik

Widerstandspunktschweißen

Punkt für Punkt wird Metall beim Widerstandspunktschweißen mittels elektrischem Strom verschmolzen. Die Experten am Fraunhofer IPK machen ein altes Verfahren hochmodern.

Noch heute werden Autokarosserien mit einem vor mehr als hundert Jahren entwickelten Verfahren aus einzelnen Blechen zusammengefügt. Das Widerstandspunktschweißen ist der Klassiker unter den Fügetechniken. Hochleistungswerkstoffe und neuartige Werkstoffverbindungen stellen das Verfahren jedoch vor immer neue Herausforderungen; etwa wenn verschiedene Bestandteile eines zu schweißenden Materials unterschiedlich auf Wärme reagieren und der Werkstoff droht, durch das Schweißen seine besonderen Eigenschaften zu verlieren.

Bei Spezialwerkstoffen ist es zudem schwierig, die geforderte Festigkeit der Schweißverbindung zu erreichen. Hatten die typischen Automobil-Stähle bislang eine Festigkeit von rund 500 Mega­pascal – und somit eine geringere als Schweißpunkte – beträgt die Festigkeit von Hochleistungsstahl bis zu 1600 Megapascal und macht den klassischen Schweißpunkt zum schwächsten Punkt der Konstruktion.

Neben Fragen nach Festigkeit und Werkstoffeigenschaften verfolgen die Experten am Fraunhofer IPK vor allem Lösungen für konkrete Problemfälle ihrer Industriepartner. Dabei geht es um unvorhergesehene Produktionsfehler ebenso wie um die Neuentwicklungen von Schweißanlagen.