Fraunhofer IPK

Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik

Laserstrahl- und Hybridschweißen

Schnell, präzise und materialsparend ist das zukunftsträchtige Laserstrahlschweißen. In Kombination mit anderen Schweißverfahren wird es zum Allrounder.

Etwa 30 cm Schweißnaht schafft ein Pipeline-Schweißer mit den herkömmlichen Methoden pro Minute. Bis zu zehn Lagen und mehr muss er für eine komplette Naht je nach Wandstärke des Rohres schweißen. Bei Pipelines von mehreren tausend Kilometern Länge ein quälend langsamer Prozess. Die spezielle Laserstrahlschweißtechnologie von Fraunhofer IPK und BAM dagegen fügt 2,5 m pro Minute und ist so präzise, dass eine einzige Lage reicht. Auf eine spezielle Vorbereitung von Schweißkanten kann verzichtet werden. So spart das Verfahren zusätzlich Material.

Hohe Geschwindigkeit, große Nahttiefe, geringe Wärmebelastung und äußerste Präzision machen das Laserstrahlschweißen zur Technologie der Zukunft. Die Vorteile lassen sich durch Kombination mit anderen Verfahren sogar noch erweitern. Wird etwa das Laserstrahlschweißen durch das Lichtbogenschweißen ergänzt, erhält man eine Fertigungsmethode, die sowohl schnell ist, als auch große Spalte zwischen den Fügestücken überbrücken kann. Das ist neben dem Pipelinebau auch beispielsweise für den Schiffsbau interessant.

Am Fraunhofer IPK befassen wir uns im Kompetenzfeld Laserstrahl- und Laser-Hybrid-Schweißen vor allem mit der Schweißbarkeit von dickwandigen Bauteilen, höher- und hochlegierten Stählen, Nickelbasislegierungen und Leichtmetallen sowie von rissempfindlichen Werkstoffen.